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25.06.2010 09:06 Alter: 73 days
Kategorie: Archiv
Pack die Badelatschen ein ...
Wasserwacht-Tipps für ungetrübtes Schwimm-Vergnügen
Ende der Woche beginnen die großen Ferien in einigen Bundesländern. Viele
Familien fahren ans Wasser, und besonders die Kleinsten genießen das
unbeschwerte Plantsch-Vergnügen. Damit der Badeurlaub gesund und munter
endet, hat die DRK-Wasserwacht ein paar praktische Tipps zusammengestellt.
Kein Sprung ins Ungewisse
Mutsprünge von hohen Brücken oder Felsen in dunkle Gewässer haben oft
schlimme Folgen. Die DRK-Wasserwacht warnt davor, in unbekannte Gewässer zu
springen. Das Wasser ist vielleicht nicht tief genug - oder Felsbrocken
lauern unter der Oberfläche. Jedes Jahr gibt es dadurch schwere Unfälle mit
lebenslangen Folgen und sogar Todesopfer.
Kein Sonnenbrand am Badestrand
Besonders Kinder haben eine helle und empfindliche Haut. Die DRK-Wasserwacht
rät: Kindern in der Sonne immer lange Kleidung anziehen. Notfalls reicht
auch ein T-Shirt der Eltern aus. Und besonders der Kopf und das Gesicht
sollten vor Sonneneinstrahlung geschützt werden, zum Beispiel mit einer
Schirmmütze. Generell gilt: Kinder immer gut eincremen, bevor es an den
Strand geht. Aber auch Erwachsene sollten nur in Maßen Sonnenbaden und sich
viel im Schatten aufhalten.
Nackte Füße, blanke Gefahr
Gerade an Baggerseen oder unbewachten Ufern liegen oft kaputte Flaschen oder
andere spitze Gegenstände herum. Immer wieder treten Badegäste in Scherben,
und ein Schnitt in der Fußsohle ist sehr schmerzhaft. Daher rät die
DRK-Wasserwacht, möglichst mit Badeschuhen ins Wasser zu gehen. Leichte
Neoprenschuhe zum Beispiel schützen die Füße und stören nicht beim
Schwimmen.
Heißer Tee gegen klappernde Zähne
Zu langer Aufenthalt im Wasser kann schnell zu einer Unterkühlung führen.
Besonders Kinder vergessen beim Spielen im Wasser oft alles um sich herum
und kühlen schnell aus. Darum sollte man darauf achten, dass Kinder sich
zwischendurch immer wieder aufwärmen und trockene Sachen anziehen, rät die
DRK-Wasserwacht. Aber auch Erwachsene sollten nach dem Schwimmen die
Badesachen wechseln.
Insektenstich - so schützt man sich
Beim Essen von süßen Sachen ist im Sommer besondere Vorsicht geboten:
Schnell wird aus Versehen eine Biene oder Wespe verschluckt, die dann im
Rachenraum zusticht. Wenn der Stich anschwillt, kann es zu einer Verengung
der Luftröhre und damit zu Atemnot kommen. Auf jeden Fall sollte sofort der
Notarzt informiert werden. Man muss den Hals kühlen, um die Schwellung zu
lindern - zum Beispiel mit einem nassen Handtuch. Grundsätzlich sollte man
sehr aufmerksam sein, bevor man einen Löffel Joghurt, ein Stück Melone oder
Eis in den Mund steckt. Eltern sollten ihre Kinder nicht unbeobachtet essen
lassen.
Auch kühles Nass bringt Spaß
Die DRK-Wasserwacht rät großen und kleinen Badefreunden, sich vor dem Sprung
ins Wasser abzukühlen. Der Körper muss sich an den Temperaturwechsel
gewöhnen können, damit der Kreislauf nicht zu sehr belastet wird. Auch
sollte man nicht in einem Baggersee ohne Ausrüstung tauchen. Ab einer
bestimmten Tiefe hat das Wasser dort auch im Sommer nur eine Temperatur von
vier Grad, die so genannte Sprungschicht. Der plötzliche Temperaturwechsel
kann bis zum Kreislaufstillstand führen.
Die DRK-Wasserwacht leistet 50 Prozent aller Wasserrettungseinsätze in
Deutschland. Sie rettet jedes Jahr 200 Menschen vor dem Ertrinken und
leistet 50.000 Mal erste Hilfe. Dabei greift sie auf rund 120.000
ehrenamtlich Aktive zurück.
Die DRK-Pressestelle vermittelt gern Kontakte zu Wasserwacht-Experten in
ganz Deutschland.
Ansprechpartner DRK-Pressestelle
Svenja Koch
Tel. 030 85404 158